Warum ist Sencha-Grüntee so besonders und wie wird er zubereitet?

Japanische Teeschale mit hellgrünem Sencha, daneben lose nadelförmige Sencha-Blätter auf einer Bambusmatte

Auf einen Blick: Sencha ist der beliebteste Grüntee Japans. Seine Blätter werden kurz gedämpft, das macht ihn frisch, leicht grasig und schön grün in der Tasse. Damit er nicht bitter wird, braucht er etwa 80 °C und nur 2 bis 3 Minuten Ziehzeit.

Sencha ist ein bisschen wie ein guter Freund mit klaren Vorlieben: unkompliziert, solange man ihn nicht mit kochendem Wasser überfällt. Dann zeigt er sich von seiner besten Seite, frisch, fein und mit einer leichten Süsse. Hier erfährst du, was ihn so besonders macht und wie dir die perfekte Tasse gelingt.

Was ist Sencha?

Grüne Teeplantage mit runden Teestrauch-Reihen auf sanften Hügeln im Morgennebel

Sencha ist ein japanischer Grüntee aus der Teepflanze Camellia sinensis, die in der Sonne wächst. In Japan ist er der Alltagstee schlechthin, so selbstverständlich wie bei uns der Filterkaffee.

Das Besondere steckt in der Verarbeitung: Die frisch gepflückten Blätter werden kurz mit Wasserdampf erhitzt. In China werden grüne Tees dagegen meist in der Pfanne geröstet. Das Dämpfen erhält die frische, grüne Farbe und sorgt für den typischen, leicht grasigen Geschmack. Danach werden die Blätter gerollt und getrocknet, daher ihre feine Nadelform.

Wie schmeckt Sencha?

Frisch, lebendig und vielschichtig. Ein guter Sencha hat grasige Noten, eine natürliche Süsse und kaum Bitterkeit, wenn er richtig zubereitet ist. Unser BIO-Sencha Grüntee aus Japan überrascht zusätzlich mit einer fruchtigen Spritzigkeit und einer dezenten Grasnote, die im Abgang an Reis erinnert.

Warum wird Sencha bitter? Die drei Klassiker

  1. Zu heiss: Sprudelnd kochendes Wasser ist der häufigste Grund. Sencha mag es bei etwa 80 °C.
  2. Zu lange: Nach 2 bis 3 Minuten ist er perfekt. Wer ihn 5 Minuten im Sieb vergisst, bekommt eine herbe Überraschung.
  3. Zu viel: Mehr Tee macht ihn nicht besser, sondern strenger. Halte dich an die Menge unten.

Warum das bei grünem Tee so ist, erklären wir ausführlicher in Warum wird Tee bitter?

So gelingt die perfekte Tasse Sencha

Tee 5,5 g auf 350 ml Wasser (etwa ein gehäufter Teelöffel pro Tasse)
Temperatur 80 °C
Ziehzeit 2,5 Minuten
Milder 75 °C oder 70 °C, gleiche Ziehzeit
Kräftiger etwas mehr Tee statt heisseres Wasser

Das ist unsere Lieblingseinstellung. Experimentier ruhig, bis du deinen Punkt gefunden hast. Am BRU Maker One stellst du die Temperatur in 5-Grad-Schritten ein, so findest du schnell heraus, ob dir 80, 75 oder 70 °C am besten schmecken. Die Voreinstellung für grünen Tee (80 °C, 2 Minuten) ist ein guter Start, deine Sencha-Einstellung speicherst du einfach als eigenes Programm.

Kann ich Sencha zweimal aufgiessen?

Unbedingt, das lohnt sich sogar. Lass die Blätter im Sieb und brüh ein zweites Mal, gern mit etwas heisserem Wasser und kürzerer Ziehzeit, zum Beispiel 85 °C und 1 Minute. Der zweite Aufguss schmeckt oft etwas runder und weniger grasig.

Sencha lose oder im Teebeutel?

Loser Sencha hat ganze, nadelförmige Blätter, die sich beim Ziehen schön entfalten, und eignet sich gut für mehrere Aufgüsse. Teebeutel sind dafür praktisch fürs Büro oder unterwegs. Im BRU Maker One funktioniert beides.

Häufige Fragen

Wie lange muss Sencha ziehen?

2 bis 3 Minuten bei etwa 80 °C. Unsere Empfehlung: 2,5 Minuten.

Hat Sencha Koffein?

Ja, wie jeder echte Tee aus der Teepflanze. Wie viel in deiner Tasse landet, hängt unter anderem von Menge, Temperatur und Ziehzeit ab.

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